Mauthausen, 1943/44: Jeden Tag ziehen etwa 50 Häftlinge aus dem Konzentrationslager zum Steinbruch – mitten durch den Ort. Die jungen Männer arbeiten für die Firma Poschacher, die hier Granit abbaut. Jeden Abend führt der Rückweg die Zwangsarbeiter erneut durchs Dorf – vorbei am Haus von Anna Pointner in der Vormarktstraße 12. Die Bewohnerin weiß, dass Kontakt zu KZ-Häftlingen streng verboten ist. Trotzdem zieht sie die Vorhänge ein wenig beiseite und späht nach draußen. Schließlich hebt sie die Hand – und winkt.